Designstark Edelstahl

 

Edelstahl gehört heute zu den beliebtesten Materialien im Einstiegspreissegment.
Der norddeutsche Firmengründer und Designer Andreas Ernst hat mit seiner Kunst, Emotion
zu Stahl werden zu lassen, viel zu dieser Entwicklung beigetragen.

 

Edelstahlschmuck hatte lange ein Imageproblem: Stahl ist männlich und wenig glamourös. Doch der norddeutsche Schmuckhersteller Ernstes Design beweist seit über zwanzig Jahren das Gegenteil und überzeugt mit seinen vielfältigen Designs Fachhändler und Verbraucher von der weiblichen Seite des Edelstahlschmucks. Denn eigentlich stammt der Werkstoff aus der Technik und ist wegen seiner Hautverträglichkeit gefragt – Attribute, die allerdings nicht die Damenwelt verzaubern. Ernstes Design weiß, wie man dem kühlen Stahl eine Portion Weiblichkeit verpasst: Goldveredelte Oberflächen in Kombination mit Diamanten, Keramik, Leder, Perlen, Farbsteinen und

 

Zirkonia erzeugen Emotion und strahlen feminine Eleganz aus. Besonders attraktiv beim Konsumenten: die Sammelschmuckkollektion „EDvita“. Die Schmuckstücke können kreativ mitgestaltet und miteinander kombiniert werden. Die Leidenschaft zu Edelstahl steht bei Ernstes Design seit der Gründung im Jahr 1993 im Vordergrund. In der Schmuckmanufaktur im niedersächsischen Nordhorn garantieren 50 engagierte Mitarbeiter für Qualitätsschmuck „Made in Germany“. Die Ergebnisse moderner Fertigungstechnik werden mittlerweile an 1.000 Points of Sale in Deutschland verkauft – Design mit Umsatzstärke.

<< Stolz bin ich eigentlich auf  jedes Schmuckstück,
sonst 
hätte ich es ja nicht gemacht. >>

Andreas Ernst, Gründer und Designer von Ernstes Design

 

<< Wir verkaufen weltweit 220.000 Schmuckstücke im Jahr.
 Gutes Design zu gutem Preis lautet unser Motto. >>

Andreas Ernst, Gründer und Designer von Ernstes Design

Was ist Ihr Vorteil gegenüber anderen Schmuckanbietern?

Andreas Ernst: Unser klarer Vorteil ist ganz einfach: Die Ware verkauft sich. Wir sind mit dem Label Ernstes Design schon so lange auf dem Markt, und dabei ist es uns immer wieder gelungen, gute Kollektionen herauszubringen, die auch gut verkäuflich waren. Gute Qualität zu guten Preisen, und das mit unserer Kontinuität, das ist unser USP (unique selling proposition, Alleinstellungsmerkmal).

Welches Ihrer Produkte ist ein bewährter Bestseller?

Zu unseren Bestsellern gehört die Serie EDvita-Ringe. Der Sammelgedanke war der Erfolg des Produkts. Davon verkaufen wir mit Abstand die größte Stückzahl. 

Wie viele Schmuckstücke verkaufen Sie im Jahr?

Weltweit verkaufen wir 220.000 Schmuckstücke im Jahr. Davon gehen in Deutschland und Österreich 65 Prozent über die Ladentische, die restlichen in europäischen Ländern. In anderen Ländern, wie z. B. den USA, machen wir nicht einmal fünf Prozent unseres  Gesamtumsatzes.

Gibt es ein Markenumfeld beim Händler, in dem sich Ernstes Design besonders wohlfühlt? 

Hier haben wir keine Wünsche. Ich persönlich bin nicht der große Kaufmann, ich bin der Designer bzw. der Handwerker. Da vertraue ich voll und ganz meinen Außendienstmitarbeitern. Die sind alle schon seit gut 20 Jahren für das Unternehmen Ernstes Design in Deutschland und Österreich unterwegs und wissen ganz genau, wo meine Marke sinnvoll eingesetzt werden kann. Manche Repräsentanten bringen sogar schon mit ihren Söhnen die nächste Generation mit in den Außendienst.

Wie bewerten Sie die Aufmerksamkeit der Händler gegenüber Designschmuck?

Wir, und natürlich auch der Händler, sehen, dass der Designschmuck eine immer größere Akzeptanz und Aufmerksamkeit bei den Kunden erhält, sodass er für den Verkauf immer wichtiger wird. Viele unserer Händler machen mit uns mindestens 10 bis 20 Prozent Umsatz. Das heißt, wir haben mittlerweile eine sehr große Lobby in der Branche.

<< Ich kann nicht von mir behaupten, dass ich jeden Tag ins Museum renne, 
um mich inspirieren zu lassen. >>

Andreas Ernst, Gründer und Designer von Ernstes Design

Wie bewerten Sie die Aufmerksamkeit der Händler gegenüber Designschmuck?

Wir, und natürlich auch der Händler, sehen, dass der Designschmuck eine immer größere Akzeptanz und Aufmerksamkeit bei den Kunden erhält, sodass er für den Verkauf immer wichtiger wird. Viele unserer Händler machen mit uns mindestens 10 bis 20 Prozent Umsatz. Das heißt, wir haben mittlerweile eine sehr große Lobby in der Branche.

Mit welchen Argumenten geht der Händler bei Produkten von Ernstes Design ins Verkaufsgespräch?

Ernstes Design steht für gutes Design, gute Qualität zu einem vernünftigen Preis – „Made in Germany“ ist natürlich auch ein schlagendes Verkaufsargument. In erster Linie muss unser Schmuck aber gefallen. Ich bin überhaupt kein Fan von Schmucklinien, die von Modelabels aus dem Boden gestampft und nur durch Marketing verkauft werden, egal, ob die Schmuckkollektion gelungen ist oder vielleicht auch nicht.

Welchen Stellenwert hat der Online-Vertrieb?

Am Online-Handel geht kein Weg vorbei. Wir sind allerdings fachhandelstreu. Das bedeutet, dass wir den Händler beim Einrichten seines Shops selbstverständlich unterstützen, selbst aber keinen Online-Shop in Planung haben.

Und wie steht es um neue Technologien wie 3D-Druck etc.? 

Beim Thema 3D muss ich immer ein wenig schmunzeln. Das Thema ist ja nicht neu, früher konnte man sich diese Technologie einfach nicht leisten. Heute kann jeder im Baumarkt für 1.000 Euro so einen 3D-Drucker kaufen, plottet seinen Entwurf aus und gießt das Ganze dann ab.  Wir konstruieren schon lange in 3D und plotten nur zur Bemusterung, weil die Oberflächenstruktur nicht besonders gut ist. Gießt man einen 3D-Plott in Edelstahl, muss man erst recht viel Arbeit hineinstecken, um z. B. eine glatte Oberfläche zu erzeugen.

Sie sehen sich weniger als Künstler, sondern vielmehr als Gestalter: Sind Ihre Schmuckstücke Kunstwerke?

Unsere Schmuckstücke sind schön gestaltete Artikel, keine Kunstwerke. Für mich hat ein Kunstwerk immer eine Aussage, die z.B. politischer, sozialer oder ökologischer Natur sein kann. Kunst ist nicht zwingend schön, und Schmuck muss keine hochtrabende Aussage machen. Natürlich kann man herumschwafeln, was ein Ring alles bedeuet, aber wir machen das nicht.

Gibt es bei Ernstes Design Produktlinien mit einer Geschichte dahinter?

Die Idee zu einem Schmuckstück, der Entwurf und der weitere Entstehungsprozess erzählen die Geschichte. Natürlich weckt auch das fertige Produkt Emotionen beim Konsumenten, die sich über Storytelling herausheben lassen. Das finde ich grundsätzlich sinnvoll, aber auf Teufel komm raus eine Geschichte zu erfinden, ist nicht unser Stil.

Auf welche Kollektion sind Sie besonders stolz?

Stolz bin ich eigentlich auf jedes Schmuckstück, sonst hätte ich es ja nicht gemacht. Ein absolutes Verkaufsphänomen ist allerdings unser Herz: auf Grund der verspielten und organischen Form ein für uns ungewöhnlicher Artikel. Das Herz gibt es mitterweile in zahlreichen Varianten und es ist nach wie vor ein Dauerrenner, wie am ersten Tag vor etwa sechs Jahren.

Verraten Sie uns Ihre Inspirationsquelle! 

Ich kann von mir nicht behaupten, dass ich jeden Tag ins Museum renne, um mich für meine Arbeit  inspirieren zu lassen. Es ist wohl eher der Alltag, der mich zu neuen Designs anspornt, aber auch die Natur und natürlich die Frauenwelt, der meine Schmuckkreationen hauptsächlich gefallen soll (lacht). Ideen habe ich viele, aber die passen oft nicht in unser Preisgefüge, weil eine technische Realisierung im Edelstahlbereich nicht so viele Freiheiten lässt wie im Silberbereich. 

Wie sieht Ihre persönliche Strategie für eine erfolgreiche Zukunft aus?

Gutes Design von Ernstes Design.